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Mittwoch 12. November

Heute war der Mount Charleston unser erstes Ziel.

Nach dem Tanken bei Charly schauten wir in die Gelben Seiten von Las Vegas, die ich im Walmart mitgenommen hatte und die nun bei mir in Friedrichstadt meine Las-Vegas-Wand bereichern, um die Adresse des Restaurants dort oben in das GPS einzugeben.

Wir fuhren auf den freeway 95 in nördliche Richtung. Nach 30 Minuten Fahrt durchs Stadtgebiet und die Wüste, verließen wir die 95 und begannen den Aufstieg zum Mount Charleston mit dem Amischlitten. Aus der Wüste kommend, vorbei an joshua trees bis zum dicht bewaldeten 3632 Meter hohen Gipfel des Mount Charleston in 30 weiteren Minuten. Das war wie Daumenkino.

Im Restaurant orderten wir Pizza oder so zum Frühstück. Der Blick durch die Panoramafenster auf die schneebedeckten Gipfel der Berge, über die Wälder hinweg in die tiefer gelegene Wüste ist unvergesslich. Hier oben ist eine kleine Siedlung mit dem Namen Old Town. damit der Postbote es einfacher hat, befinden sich alle Postkästen in einer Reihe auf dem Dorfplatz.

Nun fuhr ich weiter zum Lee Canyon. Der Berg ist noch höher als der Mount Charleston und meine Schwindelgefühle setzten ein, als ich den Amischlitten einen Abhang entlang steuerte. Hinter einer Kurve war die Fahrbahn plötzlich von Schnee bedeckt und wir überlegten umzukehren, da wir die Winterreifen in Deutschland vergessen hatten. Vorsichtig fuhr ich weiter und nach 300 Metern war die Straße wieder frei. Hinter der nächsten Kurve passierte das Gleiche. Danach hatten wir aber Ruhe. Hier oben ist eben ein Wintersportgebiet. Eine Stunde nordwestlich von Las Vegas entfernt hätten wir hier Skifahren können. Eine Stunde südöstlich von Las Vegas hätten wir zur selben Zeit Wasserski auf dem Lake Mead laufen können. Wir hielten am Aussichtspunkt Desert View des Lee Canyon und genossen den Ausblick. Danach fuhren wir eine etwa 25 Kilometer lange gerade Straße herunter in die Wüste zum freeway 95.

Zurück in Las Vegas hielten wir bei Walmart. Es war an der Zeit unseren Autokühlschrank aufzufüllen, da wir am nächsten Tag nach Los Angeles fahren wollten.

Danach fuhren wir zum "Irene`s". Ich verbrachte dort den Nachmittag, da ich sehr viele alte Freunde antraf.

Jan fuhr mit Pokermonster zum Strip um im Paris den 110 Meter hohen Eiffelturm zu erklimmen. Der Blick von dort oben im Zentrum des Las Vegas Boulevard ist fantastisch. Besonders die Wasserspiele des auf der anderen Seite des Strip liegenden Bellagio bleiben von dort oben aus betrachtet unvergessen.

Nachdem sich die Beiden im "Irene`s" zurückmeldeten, wollte Greg uns und Sherry zum Essen einladen. Jan fuhr uns alle im Amischlitten zum Capos. Ein völlig skurriles italienisches Restaurant. Man könnte denken die Adams Family wohnt hier. Nachdem wir die Gesichtskontrolle bestanden hatten, öffnete man uns die Tür zum Restaurant. Ich wollte meine Sonnenbrille abnehmen und merkte , dass ich sie nicht auf der Nase hatte. Es ist ziemlich dunkel in dem Laden. Im letzten Jahr bin ich mit Greg schon mal im Capos gewesen. Als wir die Speisekarten bekamen sah ich wahrscheinlich sehr fragend aus, da es unmöglich war aufgrund der Lichtverhältnisse irgendetwas in der Karte zu erkennen. Greg machte mich dann auf ein Bändchen am unteren Ende der Speisekarte aufmerksam, an dessen Ende eine kleine Taschenlampe baumelte.

Der Laden wirkt wie ein Chicagoer Nachtclub der 20èr Jahre. Kleine Tische mit langen Tischdecken, pomadige Kellner im Smoking und weißem Tuch über dem angewinkelten Arm. Auf den Großformatigen Bildern an den Wänden sind Mafialegenden wie Al Capone, Bugsy Siegel, Lucky Luciano und Dutch Schutz abgebildet. An der Wand gegenüber den Toiletten hängen die Todesurkunden von Frank Sinatra und Al Capone. Für die Hintergrundmusik sorgt hier ein Sänger der Lieder von Frank Sinatra zum Besten gibt und sich dabei anhört wie "The Voice" zu Lebzeiten. Das Essen war gut und wir hatten eine schöne Zeit im "Capos". Danke Greg !!!

Wie gewohnt, liessen wir den Abend im "Irene`s" ausklingen. Good night...