Zum Vergrössern der Bilder darauf klicken Freitag 14. November Von 6 Uhr - 9 Uhr wurde im Hotel Frühstück angeboten. Leider sind wir erst gegen 10.oo Uhr erwacht und das Frühstücken musste warten, da wir noch einiges sehen wollten. Erstmal nach Santa Monica an den Strand. Bei 32 C° im Schatten schlenderte Jan mit Sören über den breiten weissen Strand zum Pazifik. Ich blieb im Schatten. Später fuhren wir durch Beverly Hills zu dem Teil des Hollywood Boulevard an dem Sterne in den Gehweg eingelassen, Namen berühmter Persönlichkeiten tragen, dem WALK OF FAME. Vor dem Chinesischen Theater haben viele Berühmtheiten ihre Hand- und Fussabdrücke direkt in Zement hinterlassen. Uns gefällt es hier nicht, da wir alle 3 cm angequatscht werden. Einer will CD`s verkaufen, der Nächste möchte dich zum Eintritt in die US Army überreden und schliesslich soll von Dir und Superman ein Foto für $ 10.- geknipst werden. Bloss schnell weg hier. Auf dem Weg zurück nach Las Vegas neigte sich die Tanknadel schnell in Richtung Reserve, aber erstmal galt es dem Geflecht von freeways im Großraum Los Angeles zu entkommen. Für zwei und mehr Personen in einem Auto gibt es auf den freeways in L. A. eine gesonderte Fahrbahn. Dadurch kommen wir zügig voran und verlassen das Stadtgebiet gegen 15.oo Uhr. Noch knapp 400 Kilometer vor uns, steuerte ich die nächste Tankstelle an. Beim Tanken vermisste ich den täglichen Plausch über dies & das mit Charly. Ob er Morgen merken würde, dass ich fremdgetankt hatte ? In einem nahen Burger King holten wir das Frühstücken nach. Drittklassige Burger mit Zuckerwasser - igittigitt ! Um 19.oo Uhr waren wir wieder in Las Vegas. Durch die Dunkelheit von Süden kommend, vorbei an den in unterschiedlichen Farben leuchtenden Casinos des "Strip" fuhren wir zum nördlichst gelegenen Casino, dem Stratosphere Tower. Die Attraktion dieses Casinos ist ein 370 Meter hoher Turm auf dessen Dach kleine Spielereien für Todesmutige montiert sind. Wir stellten den Wagen im Parkhaus des Casinos ab und vertraten uns nach der langen Fahrt erstmal die Beine. Im Casino dezimierte der erste Einarmige Bandit Pokermonsters Taschengeld für den heutigen Tag. Wir kauften Tickets für die Aussichtplattform des Towers und ein Express-Fahrstuhl schoss uns in 20 Sekunden auf eine Höhe von 270 Metern. Hier war die Aussicht noch durch Glasscheiben getrübt. Eine Etage höher stand ich im Freien und genoss das Lichtermeer unter mir. Tief in Gedanken versunken knatterte plötzlich eine Art Autoskooter zwei Meter an mir vorbei über die Gitterabsperrung hinweg, neigte sich nach unten und glitt in Richtung Las Vegas Boulevard. Im ersten Moment dachte ich Elvis würde mir gleich begegnen. Dann dachte ich an einen entgleisten Wagen der Achterbahn, die sich hier oben in drei Etagen um den Turm schlängelte. Vor 10 Jahren hatte ich mir diesen Spass mit Ove in der ersten Reihe sitzend gegönnt, bevor wir uns damals beim Big Shot auf 355 Meter in den nächtlichen Himmel von Las Vegas katapultieren liessen. Die Achterbahn wurde aber demontiert. Es traten zu viele Schwierigkeiten mit dem Ding auf. Aber zurück zu dem Autoskooter ähnlichen Teil. Plötzlich stoppte es, fuhr langsam an mir vorbei wieder nach oben und verschwand auf dem Dach des Towers. Es war eines der neuen Attraktionen für Todesmutige. Von den anderen Neuigkeiten hier oben wollte ich danach nichts mehr wissen. Mir war eh schon schwindelig seit dem sich die Fahrstuhltür öffnete. "Jungs, ich warte unten auf euch". Mittlerweile war es 21.oo Uhr und es war an der Zeit sich im "Irene`s" zurückzumelden. Dort angekommen schauten wir in erleichterte Gesichter, da uns nicht passiert war. Auf die Frage was uns denn hätte passiert sein können wurden wir aufgeklärt, dass das was wir in Los Angeles rechts und links von uns am Strand für Großstadt-Smog hielten, der Rauch von brennenden Wäldern rund um die Stadt war. Kurz nachdem wir am heutigen Nachmittag den Grossraum Los Angeles verlassen hatten, war die Stadt komplett von Bränden eingeschlossen. Uns wäre sicher nichts passiert, aber hätten wir den Rückweg nach Las Vegas später begonnen, hätten wir wohl eine Nacht in L. A. dranhängen müssen. Egal, auf jeden Fall wurde unsere Rückkehr bis in den frühen Morgen gefeiert. Good night...
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