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Donnerstag 6. November 2008

Die überdimensionale Kühlbox von Brigitte mit Wasser, Cola, Bier, Wodka, Sandwitches und Eiswürfeln vom "Irene`s" gefüllt, starteten wir in Richtung Grand Canyon.

Schnell noch getankt erreichten wir nach einer Stunde den Hoover Dam, der gleichzeitig die Grenze zu Arizona bedeutete und wir mussten unsere Uhren um eine Stunde vorstellen. Wie schnell so ein Tag vergeht. Auf dem Rückweg schauten wir uns hier genauer um.

2 Stunden später erreichten wir den nächsten Ort Kingman, in der Mitte von Nirgendwo. Ich denke vor 100 Jahren hat Wyatt Earp hier, als er zwischen Gut und Böse hin und herritt gerastet, um seinem Pferd Wasser zu geben. Heute betankt man hier seine Blechkarosse. Nach einer kleinen Stärkung brauchten wir weitere 2 Stunden monotoner Fahrt um Williams zu erreichen. Williams ist ein kleines Westerndorf durch das die Route 66 verläuft und in dem ich offensichtlich einen Reifenladen eröffnet hatte.

Die letzten 70 Meilen zu unserem heutigen Ziel vergingen recht schnell. Am späten Nachmittag erreichten wir den Eingang zum Grand Canyon National Park und zahlten $ 25.- Eintritt für`s Auto. Mittlerweile befanden wir uns auf einer Höhe von ca. 3000 Metern und auf der ganzen Fahrt von Williams hierher sahen wir nur flaches Waldgebiet vor uns. Der Grand Canyon ist kein Gebirge sondern ein sehr großes Loch. Wenn es denn soweit ist und sich das Loch vor einem öffnet, wird wohl Niemand diesen grandiosen Anblick jemals vergessen. Zeitgeschichte pur. Evolution zum Anfassen. genau wie 1994 bei den Niagarafällen. Kein Foto oder Video kann das wiedergeben was hier zu sehen und zu fühlen ist.

Für die beiden folgenden Nächten bezogen wir ein Apartment der Maswik Lodge. Nachdem wir die nötigsten Dinge im Apartment verstaut hatten, machten wir uns auf um die abendliche Stimmung am Abgrund des Canyons zu geniessen.

Später hatten wir die Wahl zwischen drei Restaurants. In dem des El Tovar hätten wir 90 Minuten warten müssen und das des Bright Angel war uns zu mediterran. Also gingen wir ins Arizona Room. Dort wurde southwest cooking geboten. Sören und ich kannten das Restaurant bereits und hatten es in guter Erinnerung. Es bediente uns der selbe Kellner wie vor vier Jahren und er brachte uns die gleichen Speisekarten mit den selben acht Hauptgerichten. Wir orderten Salate und Steaks und waren hinterher in ganzer Linie satt und zufrieden. Pokermonster flüchtete zum Rauchen nach draussen. Ich zahlte aus unserer Gemeinschaftskasse und ging mit dem kleinen Jan hinterher.

Draussen angekommen fuchtelte Pokermonster ganz aufgeregt mit seinen Händen in Richtung Himmel herum. Er war der Meinung er hätte am glasklaren Sternenhimmel den Grossen Wagen entdeckt. Als ich ein Flugzeug am Himmel sah klärte ich Poker-Sören darüber auf, dass es sich nicht um den Grossen Wagen sondern um die grosse Warteschleife über Phoenix/Arizona handelte.

Um den Abend feucht ausklingen zu lassen gingen wir in die Bar des Bright Angel. Da die Kneipen in Arizona schon um 23.oo Uhr schliessen, haben wir die Schlagzahl erhöht. Der kleine bekam `ne Cola, Pokerface und ich verhafteten Bier & Wodka für $ 120.- Der Weg zurück zum Apartment war dementsprechend lang. Good night...

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